Eindrücke aus der permanenten Installation

Sonnenspektrum im Romantik Museum Frankfurt

Deutsches Romantik-Museum / Frankfurt

Hof: mit Blick auf die Spektren

 

Blick auf die Lichtinstallation von Ingo Nussbaumer
Die komplementären Sonnenspektren
04_Blick ins Licht der Schablone_Kunst_Installation_Ingo_Nussbaumer
05_Prisma_und_Schablone in der Kuppel_Lichtinstallation_Romantik_Museum_Ingo_Nussbaumer
Farbkreis und Lichtinstlattion mit spektralem Licht im Museum
07_Ansicht_Spektren unten_Kunstinstallation_Museum
Lichtinstallation Sonnenspektrum und Prisma
Blick auf das Prisma der Lichtinstallation
10_Prisma im Auge der Wendeltreppe_Kunst_Installation_Ingo_Nussbaumer
11_Prisma und Schablone in der Kuppel_Installation_Kunst
12_Heliostat am Dach_alex
13_Prisma mit Laterne_Installation_Romantik_Museum_Frankfurt
14_Lichtobjekt_Ingo_Nussbaumer_Spektren von oben fotografiert
15_Lichtobjekt_die komplementären Spektren 2
16_Farbkreis_solitär_quadratisch_Ingo_Nussbaumer
17_Panorama2_Farbkreis_Spektren_Installation_Romantik_Museum_Ingo_Nussbaumer
18_Regenbogenspektrum_Text an der Wand

Lichte Nacht der Iris
The Rainbow’s Missing Colours

Lichtinstallation zum normalen und umgekehrten Sonnenspektrum
Mit Heliostat, gelenktem Sonnenlicht, Wasserprisma, lichtführenden Schablonen und Schattenwerfer aus Edelstahl

Der Regenbogen galt in der Antike als Symbol für die Götterbotin Iris. Seine Farben können in einer dunklen Umgebung aus dem Sonnenlicht hervorgezaubert werden, wenn es durch ein Prisma und einen engen Spalt fällt. Newton schuf mit dieser Entdeckung aus dem Jahr 1666 die Grundlage der modernen Optik. Dass sich dieser Versuch auch umkehren lässt, ist weniger bekannt. Fällt in einer hellen Umgebung Sonnenlicht durch ein Prisma und über einen dunklen Steg, entsteht ein Farbspektrum aus Komplementärfarben. Goethe rückte dieses umgekehrte Experiment in den Blickpunkt und führte es gegen Newtons Versuchsanordnung ins Feld. Dem Newtonspektrum wurde so sein spektrales Gegenstück geschenkt: das Goethespektrum.

 Der Künstler Ingo Nussbaumer arbeitet in seinen Lichtinstallationen seit Jahren mit beiden Spektren und präsentiert sie im Deutschen Romantik-Museum in bislang nie dagewesener Größe erstmals simultan. Das Licht der Sonne passiert ein großes Wasserprisma und wird danach auf der rechten Seite einerseits à la Newton durch einen Spalt gelenkt und in die kräftigen Farben des Regenbogens aufgefächert: Rot, Grün und Blauviolett. Auf der linken verwandelt ein Schattenwerfer das Dunkel hinter dem Prisma in ein lichtes Nachtbild aus leuchtendem Türkis, Purpur und Zitronengelb. Sichtbar sind beide Spektren nur, wenn Wetter und Sonne sich gewogen zeigen.

Fotonachweise

Die Sonnenspektren wurden zu verschiedenen Zeiten aufgenommen: August und September 2021, Juni 2022

1 Sonnenspektren / 2021 von der Seite, Wendeltreppe Aufgang

2 Sonnenspektren / 2021 durch das große Fenster vom Hof des Museums [Foto: Nina Gospodin]

3 die komplementären Sonnenspektren auf der Bildtafel, September 2021 [Foto: Nina Gospodin]

4 Schablone und Prisma im Auge der Wendeltreppe [Foto: Alexander Paul Englert]

5 Schablone und Prisma in der Kuppel

6 Links: der Farbkreis der komplementären Sonnenspektren, Rechts: die beiden Spektren / Juni 2022 [Foto: Nikolaus Lorenz]

7 die beiden Sonnenspektren im September 2021 [Foto: Nina Gospodin]

8 Blick auf die beiden Spektren, auf Schablone und Prisma im Auge der Wendeltreppe [Foto: Nina Gospodin]

9 Schablone im Auge der Wendeltreppe

10 Prisma im Auge der Wendeltreppe [Foto: Alexander Paul Englert]

11 Schablone und Prisma neben der Laterne der Kuppel / Juni 2022

12 Heliostat (rechts) auf dem Dach des Museums [Foto: Alexander Paul Englert]

13 Laterne mit Blick auf Heliostat (links) und Prisma in der Kuppel

14 Blick von oben auf die beiden Spektren (September 2021) [Foto: Nina Gospodin]

15 Blick auf den Auffangschirm, Bildtafel mit den beiden Spektren / Juni 2022 [Foto: Nina Gospodin]

16 Farbkreis der komplementären Sonnenspektren / 2021

17 Situation am Abgang der Wendeltreppe mit den Spektren (rechts) und Farbkreis (links) [Foto: Nikolaus Lorenz]


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